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Verschwörungstheorie und Fabian der Böse :-9

Verschwörungstheorie und Fabian der Böse :-9

From:
Alexander Schaden
Date:
2013-04-28 @ 07:54
Naja, vielleicht habe ich es jetzt doch verstanden, wie man so eine Liste 
benutzt....drum werfe ich gleich das erste Thema ein, also setze es 
eigentlich fort....

Der Film von Letztens hat mir einiges erklärt, und wieder einmal die 
Perversität, die der Organisation "Geld" innewohnt, vor Augen geführt. 

Aber warum wurde der Entstehung von Geld und Zins ein böser Plan von 
Seiten Fabians unterstellt? (btw. ist Fabian Jude?...nein, Spass, nur ein 
geschmackloser Scherz...:-))

Könnte es nicht sein, dass sich, und wenn man der Geschichtsschreibung 
zumindest ein bisschen vertrauen kann, und sie nicht auch als ein groß 
angelegtes Täuschungsmanöver sieht, diese Konstruktion des Geldes durch 
Unwissenheit und fehlerhafte Entscheidungen (wie wir selbst sie jeden Tag 
treffen, da wir, wie wir alle nur zu gut wissen, nur sehr, sehr schwer 
Klarheit über die Motivation für unsere Entscheidungen haben), entstanden 
ist?

Und diese fehlerhafte Konstruktion führt dazu, dass sie von wiederum 
unwissenden und durch fragwürdige Motivationen gesteuerte (genau wie wir 
selbst) Menschen ausgenutzt wird, wodurch sich dann Ungerechtigkeiten und 
sinnlose Grausamkeit in der Welt manifestiert.

Und da sind wir wieder bei Fabian und seinem bösen Plan, die Menschen 
durch Einführung des Geldes, und in weiterer Folge des Papiergeldes, und 
in noch weiterer Folge, des "fiat money", in die ewige Knechtschaft zu 
bringen. (Hieß der Kerl wirklich Fabian?, war seine Name nicht "Sauron", 
oder so ähnlich?  :-))

Meine Argumentation geht jetzt so:
Wenn ich mir selbst, dass Urteil über was gut und was schlecht ist für die
Menschen, die Welt, das Universum, und was immer sonst noch, zutraue, weil
ich spüre, dass ich in mir auf eine Instanz Zugriff habe - wo auch immer 
die in mir sitzen mag, bzw. entsteht - die mir sagt, was gut und was 
schlecht ist, und ich also und noch dazu einen Sinn darin sehe etwas dafür
zu tun, dass es in Richtung "gut" geht, muss ich zwingend annehmen, dass 
auch alle anderen Menschen diese Instanz kennen und in sich haben. 
Zwingend, deswegen, weil es ja sonst Menschen gäbe, die auf keinen Fall 
jemals, bei einer gerechten, guten Welt dabei sein könnten, die ich also 
einfach gesagt, nicht brauche, also auch einfach verrecken lassen, oder 
sogar umbringen könnte, was ich selbst aber unmöglich als gut einordnen 
kann, und was dann ja zu der Möglichkeit führen würde, dass jeder Mensch 
glaubt - so wie man selbst -, dass nur er alleine sieht, was wirklich gut 
und was
 schlecht ist, und er haargenau mit derselben Wahrscheinlichkeit, wie 
jeder andere, recht damit hat. Ein Kampf für "das Gute" wäre dann völlig 
sinnentleert, und der Schluss daraus wäre, dass es eben wirklich einfach 
nur darum ginge, möglichst lange zu überleben, und schlussendlich das 
Überleben seiner Gene möglichst langfristig abzusichern, also Abspulen des
biologisch vorgegebenen Programms auf tierischer Ebene. 
Ich nehme aber an, dass der Grund dafür, dass wir uns alle jetzt schon 
mehrfach im dunklen, kalten Tschocherl (...:-)) zusammengesetzt haben, der
ist, dass wir das eben nicht glauben, sondern im Gegenteil, dass wir daran
glauben, dass, wie man so schön sagt, der Mensch schlussendlich in der 
Lage ist "gut" zu sein, und zwar eben jeder von uns, eben weil erdiese 
obene genannte Instanz in sich hat.
Also wohl auch Fabian, bzw. die Menschen, für die Fabian in diesem Film steht.

Deswegen lehne ich die Prämisse dieses Films, nämlich, dass "das Geld" von
einzelnen Menschen erfunden worden ist, um 99,999999% aller anderen 
Menschen damit unglücklich zu machen, ab. 

Ich bin aber immer wieder darüber schockiert darüber, wie bescheuert und 
insgesamt menschenfeindlich Geld zur Zeit organisiert ist, hatte aber bei 
den Diskussionen im Tschocherl manchmal das Gefühl, dass es bei manchen, 
von Euch angesprochenen Alternativ-Geld-Systemen (v.a. bei dieser 
Versicherungkonstruktion), hauptsächlich darum geht, sich im bestehenden 
System, selbst an die Spitze der Pyramide zu setzen, nicht um es für alle 
besser zu machen, sondern einfach nur darum um den Vorteil der 
Ungerechtigkeit zu sich selbst zu verschieben....